Allein oder zusammen wohnen im Alter?

04.07.2018

Interessantes zum Thema "Zusammenwohnen für Hilfe"

Wenn die Kinder ausgezogen sind oder wenn man einen Einpersonenhaushalt führt, regt sich gelegentlich der Wunsch nach guter Gesellschaft. Besonders auch dann, wenn Familienangehörige weiter entfernt wohnen oder die Nachbarn neu und mit eigenen Problemen beschäftigt sind. Gesetzt der Fall, man hat im Haus oder in der Wohnung ungenutzten Wohnraum zur Verfügung, könnte das Projekt der Studentischen Wohnvermittlung der UNI Basel Zusammenwohnen für Hilfe die Zauberformel sein. Die Idee dabei ist, dass ein(e) Student(in) anstatt einer Zimmermiete einen bestimmten, zeitlich festgelegten Einsatz im gemeinsamen Haushalt leistet. Dieses Prinzip wird weltweit in vielen Ländern gepflegt nach der Formel: pro Quadratmeter Wohnfläche eine Stunde Einsatz pro Monat - z.B. Hilfe beim Haushalten, Einkaufen, Pflanzen betreuen, bei Problemen mit der modernen Technik (Computer, TV, etc.) helfen und vor allem miteinander reden über Gott und die Welt, vorlesen, gemeinsam einen Anlass besuchen. 

Junge Leute beschäftigen sich mit dem Hier und Jetzt mit offenem Visier in die Zukunft, Senioren auch mit dem Hier und Jetzt, aber mit offenem Visier in die Vergangenheit.

Es gilt: Wenn ich eine Idee habe und Du eine andere Idee hast und wir sie miteinander austauschen, dann hat jeder von uns zwei Ideen. So kann man Probleme lösen.
In Therwil hat die Fachkommission für Altersfragen mit der Studentischen Wohnvermittlung (WoVe) den Kontakt aufgenommen und freut sich, wenn für das Projekt „Zusammenwohnen“ das Interesse bei vielen Senioren geweckt wird.

Bitte nehmen Sie mit uns den Kontakt auf. Wir werden Sie gerne persönlich über alle Details informieren. Kontaktperson bei der Gemeinde ist Annette Rudin, Tel. 061 725 22 34 oder e-mail: annette.rudin@therwil.ch

Interessierte Senioren können auch direkt den Verein für Studentisches Wohnen kontaktieren:
Petergraben 52, 4051 Basel, Tel 061 260 24 30, www.wove.ch, info@wove.ch

Weitere Partnergemeinden der WoVe sind u.a. Reinach, Aesch-Pfeffingen, Münchenstein und na-türlich Basel.

Interview Zusammenwohnen für Hilfe
Ein Besuch bei Helen Haase, Therwil, die seit einigen Jahren Studenten in ihrem Haus beherbergt.

Fachkommission für Altersfragen (FKA): Helen, wie bist Du dazugekommen, junge Menschen in Deinem Haus aufzunehmen?

Helen: Ich war plötzlich allein im grossen Haus als mein Mann verstorben war und meine Tochter ihr Studium abgeschlossen hatte. Auf einem Ausflug der Kirchgemeinde erwähnte eine Bekannte, dass der Sohn einer befreundeten Familie aus Deutschland zum Studium an der Musikakademie nach Basel komme und eine Unterkunft suche. So hat sich der junge Mann für die nächsten neun Monate bei mir einquartiert. Seither hatte ich fünf weitere Gäste, junge Männer und auch Frauen.

FKA: Wie ist das Zusammenwohnen mit jungen Leuten?
Ich bin ausnahmslos mit allen sehr gut gefahren. Gemeinsame Wohnbereiche, d.h. Küche und Badezimmer, werden zu meiner Zufriedenheit jeweils sauber und ordentlich zurückgelassen. Dabei ist es wichtig, die Zeit klar festzulegen. Die Gelegenheit für persönliche Gespräche ist allerdings oft kurz bemessen.

FKA: Was würdest Du andern Senioren empfehlen?
Mutig etwas Neues ausprobieren. Mit gegenseitigem Respekt und Toleranz gelingt das Zusam-menwohnen mit jungen Leuten, so meine Erfahrung. Und junge Menschen halten jung.

Gemeindeverwaltung Therwil
Bahnhofstrasse 33
4106 Therwil

Tel. 061 725 21 21
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Kinderfreundliche Gemeinde

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Mittwoch  08.00 - 10.00 Uhr
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Werkhof
Werkhofstrasse 6
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